Ipf- und Jagst-Zeitung vom Montag, den 23. Januar 2017

Modelleisenbahnbörse zieht junge Leute kaum an

Von Josef Schneider

ELLWANGEN-SCHREZHEIM – Der größte Teil der Modelleisenbahnliebhaber ist männlich und über 60 Jahre alt. Dies hat sich abermals am Samstag bei der 34. Modelleisenbahn- und Zubehörbörse der Modelleisenbahnfreunde Ellwangen in der Sankt-Georg-Halle in Schrezheim gezeigt. Sammler kamen dort auf ihre Kosten.

Auf rund 60 Tischen wurde alles geboten, was Modelleisenbahnliebhaber fasziniert. Die Anbieter kamen aus dem ganzen süddeutschen Raum. Das reichhaltige Sortiment an Neu- und Gebrauchtware reichte von Dampf-, Diesel- und Elektroloks über jede Menge Waggons und Bausätze für Bahnhöfe und Häuser bis hin zu Schienenmaterial, Weichen, Stellwerken, Brücken, Trafos und Fachliteratur. Auch Sammler von Wiking-Miniaturautos, beispielsweise von Feuerwehrfahrzeugen, wurden fündig. Kurz vor Ende der Börse kamen auch die Schnäppchenjäger. Publikum sei den Tag über durchschnittlich viel da gewesen, hörte man. Doch vom Umsatz her sei die Börse sehr durchwachsen gewesen. „Keiner ist voll zufrieden, vom Umsatz her“, sagte Georg Haas aus Zöschingen, der jedes Jahr auch bei den Börsen in Aalen und Crailsheim vertreten ist. Für den 67-jährigen Verkäufer ist das Ganze Hobby, er verkauft Stücke aus der Erbmasse seines Vaters. „Es wird von Jahr zu Jahr schwieriger“, sagte er, weil die Klientel aussterbe: „Es sind alte Leute. 60 plus plus.” Auf einer kleinen, vereinseigenen Modulanlage hingegen war Fahrbetrieb zu sehen. Gefahren wurde digital mit Zügen der Deutschen Reichsbahn aus der einstigen DDR.

Die 22 Mitglieder der Modelleisenbahnfreunde Ellwangen haben seit etwa fünf Jahren ihr Vereinsheim in Ellenberg und treffen sich dort jeden Dienstag ab 20 Uhr. Die große Anlage des Vereins hingegen ist im Vereinsheim fest aufgebaut. Leider hätten sie keine Jugendgruppe mehr, bedauert Vorsitzender Thomas Burkert.

Bild von der Börse vom 21.01.2017 Bildunterschrift: Modelleisenbahnliebhaber kamen bei der Modelleisenbahnbörse in Schrezheim auf ihre Kosten.   FOTO: JOSEF SCHNEIDER

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